HAPPY BLOG
Ein glückliches Leben trotz MS.
Glücklich sein ist eine Entscheidung.
Ja, so einfach es auch klingt, ist es nicht immer. Aber glücklich sein ist tatsächlich eine Entscheidung, die jeder für sich treffen kann. Ich höre sie schon, die Kritiker, die sagen: Du hast gut reden. So schlecht wie mir geht es dir noch lange nicht. Das mag sein. Und trotzdem. Wenn es dir schlecht geht, und du dich runterziehst und bemitleidest, nützt dir das etwas? Geht es dir dadurch besser? Nein? Na also.
Heute ist bei mir zum Beispiel einer dieser schlechten Tage. Die Beine gehen nicht, wie sie gehen sollten, die Hände greifen nicht, wie sie greifen sollten, die Hände und Füsse fühlen nicht, was sie fühlen sollten und die Kraft im ganzen Körper leistet nicht, was sie leisten sollte. Und trotzdem geht es mir gut. Denn ich will, dass es mir gut geht. Aber wie gesagt, einfach ist es nicht immer.
Und ja, es dürfen auch mal Tränen fliessen, die Wut darf auch mal raus. Denn alles andere wäre nicht normal.
Wenn es dir verschissen geht, dann umgib dich mit schönen Dingen. Tu, was du schon lange mal tun wolltest. (Wenn du wie ich vielleicht nicht mehr so gut gehen kannst, dann besteig nicht gerade den Mount Everest :-)) Es gibt immer Dinge, die man gerne tut, oder schon immer tun wollte, die im Bereich des Möglichen liegen.
Ich male gerne, koche gerne, arbeite gern im Garten. Garten und Wandern gehen nicht mehr, so wie es mal war. An manchen Tagen sind schon 10 m zu viel, aber es sind immerhin 10 m. Ein Schritt nach dem andern, auch so komme ich noch um die ganze Welt. Es hat ja niemand gesagt, wie schnell ich dahin kommen muss.
Manchmal ist es auch einfach eine Entscheidung, Dinge zu probieren. Wenn ich mal einen Reissverschluss nicht mehr zumachen kann, weil mir die Kraft fehlt, gebe ich nicht sofort auf. Manchmal dauert es länger, aber irgendwann schafft man es. Und wenn nicht, geht die Welt nicht unter.
Anfangs, als ich bemerkt habe, dass an manchen Tagen auch Pizza essen gehen nicht mehr einfach ist, versuchte ich, halt keine Pizza zu bestellen und was anderes zu nehmen, bei dem ich nicht Kraft zum Schneiden brauche. Aber irgendwann muss man auch lernen, Hilfe anzunehmen. Mein Mann hat keine Probleme, mir die Pizza klein zu schneiden. Egal wie viele Menschen zusehen. Er macht das sogar gerne! Leider haben nicht alle einen perfekten Ehemann zu Hause, der unterstützt, hilft, mit mir lacht, mich tröstet. Mein Schatz, ich bin dir sehr dankbar, dass du bist, wie du bist.
Ihr werdet in meinem Blog ganz verschiedene Dinge finden. Ich werde Rezepte mit euch teilen, Erfahrungen, die ich im Garten mache, beschreiben und auch kreative und handwerkliche Aspekte zeigen.
Ich wünsche euch viel Vergnügen.